„Es ist kein Zukunftsthema. Es ist knallharte Realität“

Shownotes

Der Klimawandel verändert den Tourismus: Hitze, Dürre und Extremwetter stellen Reiseziele, Unterkünfte und Freizeitangebote vor neue Herausforderungen. Doch wie kann sich der Tourismus an diese Veränderungen anpassen – und wo liegt der Unterschied zwischen Klimaanpassung und Klimaschutz?

Darüber sprechen wir mit Robert Wenzel von Tourismus Niedersachsen. Er erklärt, was Klimaanpassung im Tourismus konkret bedeutet, welche Maßnahmen schon heute sinnvoll sind und wie Regionen und Betriebe ihre Gäste und Mitarbeitenden schützen können. Und wir fragen: Was können Reisende selbst beitragen?

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Eine Produktion der fairkehr-Verlagsgesellschaft mbH (www.fairkehr.de)

Redaktion: Dounia Choukri, Kristina Kühne

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00:00:03: Wir sind Anderswo, der Podcast.

00:00:07: Mit unserer Magazin Anderswo und dem Online-Reiseportal inspirieren wir seit vielen Jahren zu Reisen in Europa.

00:00:14: In unserem Podcast treffen wir Menschen die Tourismus-, Umwelt- und Sozialverträgliche gestalten.

00:00:19: Wir möchten wissen was bedeutet verantwortungsvolles Reisen für Sie?

00:00:23: Und warum engagieren sie sich?

00:00:25: Das ist Ihre Geschichte!

00:00:28: Ja, herzlich willkommen zum Anderswo-Podcast.

00:00:31: Seid ihr gut durch den Sommer gekommen?

00:00:33: Egal ob hier unterwegs war oder einfach zu Hause geblieben seid – dieser Sommer wird uns wegen seiner Hitzeperiode, seiner Dürre aber auch vor allen Dingen wegen der Waldbrände in Erinnerung bleiben.

00:00:44: und vielleicht ist euch auch schon die Frage durch den Kopf gegangen wie das eigene Zuhause gegen die hohen Temperaturen besser geschützt werden kann oder ob ihr euer Reiseverhalten vielleicht auch anpassen möchtet, indem ihr andere Reiseziele wählt oder einen anderen Reisezeitpunkt.

00:01:01: Kurz wahrscheinlich beschäftigt euch das Thema Klimaanpassung in der einen oder anderen Weise und Klimaanassung ist das Thema unseres heutigen Podcasts.

00:01:11: Dazu habe ich jemand eingeladen, der sich dem Thema wissenschaftlich und praktisch widmet.

00:01:16: Robert Wenzel leitet den Bereich Nachhaltigkeit bei Niedersachsen-Tourismus und ist als solcher Wissensträger, Impulsgeber und Motivator für alle touristischen Anbieter in Niedern.

00:01:28: Robert ich freue mich sehr dass du uns heute aus Hannover zugeschaltet bist.

00:01:31: herzlich willkommen!

00:01:33: Ja liebe Christina vielen Dank für die Einladung.

00:01:36: Ich freue mich das wir uns heute über das wirklich sehr spannende und auch zukunftsweisende Thema unterhalten können.

00:01:43: In unserem Podcast hat es Tradition, dass der letzte Gast das vorrechte ersten Frage genießt und deshalb kommt hier noch mal Jörn Bärchem zu Wort.

00:01:53: Jörnn ist Reiseleiter und hat uns in der letzten Folge mit seiner Begeisterung für Finnland angesteckt.

00:01:59: Und Jörhn fragt

00:02:02: Was war dein letztes Abenteuer?

00:02:06: Mein letztes abenteuer liegt natürlich doch gar nicht so lange zurück Passt vielleicht ganz gut.

00:02:13: Es war zwar nicht Finnland, aber es war der Norden Schwedens in diesem Sommer wo ich wirklich eine ganz tolle Zeit verbracht habe und da in einer wahnsinnig schönen Off-Grid Hütte in absoluter Wildnis ohne Strom, ohne fließend Wasser wirklich ne ganz toller Natur und Wildnis und Einsamkeit genießen konnte.

00:02:38: das würde ich tatsächlich sagen war mein letztes und wirklich auch sehr gelungenes Abenteuer.

00:02:44: Und dann ging es auch in den Norden, wo's ein bisschen kühler war wahrscheinlich diesen Sommer?

00:02:48: Passend zum Thema heute ja.

00:02:50: Genau!

00:02:52: Ja Klimawandel beschäftigt dich ja beruflich aber wann hast du zuletzt privat gedacht?

00:02:57: Jetzt merkt man aber den Klimawandel hier.

00:03:00: Das ist eine ganz gute Frage.

00:03:01: also in letzter Zeit werden wir jetzt mal die vergangenen Wochen schon nahezu... täglich.

00:03:08: Also ob es jetzt die letzte Hitzebälle war, die natürlich bei uns auch in Niedersachsen angekommen ist das war gerade so der Zeitraum als ich wirklich aus dem... ... sehr angenehm und melden Klima Schweden zurückgekehrt bin.

00:03:20: Und dann... ... hier mit Achtunddreißig Gerat konfrontiert wurde, selbst in Niedersachsen,... ... habe ich das natürlich sehr, sehr doll gespürt.

00:03:30: Aber es gibt auch ganz unterschiedliche Dinge wo mir das Thema begegnet.

00:03:34: Ich bin begeisterter Kajak-Fahrer an meiner Freizeit und wir haben hier..., also ich wohne im Zelle in der Rilleburger Heide.

00:03:42: Wir haben ja wirklich tolle Heideflüsse und kleine Bäche auf denen man... wirklich super Kajak und Kanu fahren kann.

00:03:51: Und dort gibt es dieses Jahr auch aufgrund der Pegelstände, aufgrund dieser Trockenheit wieder Einschränkungen.

00:03:56: und mein Lieblingschluss die Örze, die wirklich einmalig schön ist und ein ganz tolles Mikroabenteuer wo wir wieder beim Thema wären direkt vor der Haustür bei mir, die jetzt diesen Sommer wieder nicht befahrbar sind weil halt die Pegelstände das leider nicht zulassen.

00:04:12: also dass ganz, ganz vielfältig.

00:04:15: Ich glaube wir könnten das jetzt noch weiter ausführen.

00:04:17: ich bin ganz begeistert an Natur und Vogel beobacht da und sehe auch hier... dass es einfach Veränderungen gibt.

00:04:25: ja Wir haben jetzt bei uns in der Region Brüten auf einmal Bienenfresser oder der Widerhopf die wirklich sonst Vögel Südeuropas waren die sich jetzt wohl fühlen und Lebensräumen und scheinbar auch klimatsche Bedingung vorfinden unter denen sich hier gut leben können und deswegen begegne mit mir, dass tatsächlich auch neben meinem Beruf ganz praktisch auf dem Alltag.

00:04:52: Beschreib doch mal was du bei Niedersachsen-Tourismus genau tust!

00:04:56: Ja die Tourismus Nieder Sachsen GmbH ist eine sogenannte Landes-Turismusorganisation.

00:05:02: das gibt es so oder so ähnlich... In allen Bundesländern, in Deutschland und wir kümmern uns auf Landesebene ums Marketing des Reiselandes Niedersachsens machen.

00:05:11: Social Media und Kampagnen und arbeiten aber eben auch an ganz vielen anderen Ebenen die Zukunftsfähigkeit und auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres schönen Reiselandes sicherstellen sollen.

00:05:24: Und ich darf bei der Tourismus-Niedersachsen GmbH eine Abteilung leiten und verantworten, die ganz trocken jetzt erstmal Teilung Nachhaltigkeit heißt.

00:05:37: Das ist ja nicht so eine reine Ökoabteilung wie man denken könnte sondern bei uns geht es wirklich um das Thema Nachhaltigkeit in allen seinen Facetten als Zukunftsthema für den Tourismus.

00:05:49: Und da ist meine Aufgabe eigentlich in erster Linie der Tourismus in Niedersachsen besser zu machen attraktiver zu machen und zukunftsfähiger zu machen.

00:05:59: Und ganz konkret helfen wir eigentlich in allen unseren Abteilungen, die wir bei der TMN haben.

00:06:07: Unseren Orten, unseren touristischen Betrieben dabei sich zukunftsfähig auch zu stellen.

00:06:12: und in meiner Abteilung setzen wir uns eben mit der Fragestellung auseinander wo Nachhaltigkeit dabei ein Hebel sein kann und den Tourismus als Ganzes oder auch eben in seinen vielen Facetten fit für die Zukunft zu machen diesen Fragestellungen immer und der Promisse zu nähern, wie Maßnahmen dazu beitragen können.

00:06:35: Wie gesagt den Tourismus besser zu machen aber auch dazu beittragen die Serviceaufenthalts um die auch die Erlebnisqualität der Gäste zu verbessern.

00:06:42: Und da arbeiten wir ganz stark mit ganz vielen Partnern zusammen mit unseren Betrieben geben ihnen Werkzeuge an die Hand und versuchen sie so auf dem Weg zu begleiten sich wettbewerbsfähig und attraktiver aufzustellen.

00:06:56: Wie bist du denn zum nachhaltigen Tourismus gekommen?

00:06:59: War erst das Interesse für Nachhaltigkeit da oder der Wunsch im Tourismus zu arbeiten.

00:07:05: Ja, ich glaube es war so ein Mix aus beiden ohne dass sich die beiden Worte so konkret benennen konnte.

00:07:11: Also etwas überspitzt könnte man sagen Ich bin so ein bisschen in beides reingeboren.

00:07:16: also ich hab's eben schon mal gesagt ich bin am Rande der wunderschönen Stadt Zelle im Süden der Leneburger Heide groß geworden und aufgewachsen Und ich war immer schon als Kind total fasziniert wie an den Wochenenden oder zu dem Weihnachtsmärkten dann große Reisobusse mit ausländischen Kennzeichen vorgefahren sind, um sich meine Stadt anzugucken.

00:07:37: Ich selbst hingegen bin am Stadtrand total ländlich aufgewachsen auf einem alten niedersächsischen Bauernhof, auf dem meine Familie auch seitdem ich denken kann Feriengäste grüßt hat und das fand ich als Kind immer schon total toll.

00:07:52: Und andererseits, man hat es vielleicht eben schon rausgehört Interessiere ich mich von klein auf total für die Natur.

00:07:57: Auch heute bin ich wirklich noch in jeder freien Minute mit dem Fernglas oder mit meinem Fotoapparat draußen und da ist natürlich auch die Südheit aus der ich komme, ein absolutes Juwel!

00:08:08: Ich kann vielleicht nochmal sagen, ich war vorgestern Abend erst in der Dämmerung unterwegs und hat mir die Vorläufer der bevorstehenden Hörsprünftier im Landkreis angeschaut und das ist wirklich jedes Jahr am Herbst ganz... unglaubliches Naturschauspiel direkt vor der Tür.

00:08:23: Und ich war dann total besäelt, als ich nach Hause gefahren bin und auch unfassbar dankbar, dass sich das hier so erleben darf und will mich da ja auch gerne dafür einsetzen, dass es in Zukunft so bleibt.

00:08:34: Also um das vielleicht zusammenzufassen... Ich mochte schon immer diese Wechselbeziehung aus Natur und Mensch und bin dann da auch über mein Studium irgendwann zu der Erkenntnis gekommen Der Tourismus, wenn er gut gemacht ist eigentlich eine der wenigen Möglichkeiten ist die Natur zu erleben und sie in Wert zu setzen ohne sie dabei gleichzeitig zu beeinträchtigen.

00:09:00: Und ich glaube das war so der Ursprung.

00:09:04: wie soll ich bei dem Thema gelandet werden?

00:09:06: Ja du lässt es ja schon anklingen Nachhaltigkeit und Tourismus sind ein weites Feld.

00:09:10: dazu gehört viel mehr als der Blick einfach nur aufs Klima.

00:09:14: Aber in diesem Sommer hat er natürlich noch mal eine ganz neue Dringlichkeit erfahren.

00:09:19: An welcher Stelle spürt denn der Tourismus in Europa die Auswirkung des Klimawandels?

00:09:26: Ja, ich glaube dass diese Frage gar nicht so ganz einfach zum Antworten ist und wir müssen das ein bisschen ausdifferenzieren weil wir über ganz unterschiedliche Tourismusbranchen sprechen und weil auch Europa als größer Flächenkondinente klimatisch sehr unterschiedlich ist.

00:09:43: Der Klimawandel betrifft da nicht alle Regionen und alle Akteure gleichermaßen.

00:09:47: Und zunächst können wir uns natürlich die Frage stellen, wer überhaupt betroffen ist?

00:09:50: Weil Tourismus ist ja viel mehr als jetzt der eigene Urlaub.

00:09:53: Das heißt es geht natürlich auch neben den Gästen um Hotels Campingplätze Gastronomie Freizeitanbieter Skigebiete Destinationen Die Tourismusplaner und und und also jede dieser Gruppen spürt den Klimawandel auf ganz unterschiedlicher Art und Weise Und natürlich auch ist Europa nicht gleich.

00:10:15: Wenn wir jetzt auf den letzten Sommer schauen, hat sicherlich jeder von uns Urlaubserlebnisse die mit den diesjährigen Wetterlagen im Zusammenhang stehen.

00:10:25: Wenn ich mich jetzt bei mir in Freundes- und Bekanntenkreis umhöre höre ich ganz viele Geschichten wie beispielsweise von einer Kollegin deren langjähriger Campingplatz in Südfrankreich eine Woche vor der geplanten Anreise den verheerenden Weltbrennen zum Opfer gefallen ist.

00:10:43: Oder sogar aus meiner eigenen Familie, wo ein Slowedien-Urlaub vorzeitig abgebrochen werden müsste weil sich aufgrund der Hitze um die Gesundheit des drei Monats alten Kindes gesorgt wurde.

00:10:57: also das sind glaube ich so Erlebnisse, die eher negativ sind andererseits vielleicht natürlich aber auch von tollen Sommerurlauben In Nordeuropa, ich hatte es ja eben schon bei der Einstiegsfrage ganz kurz berichtet.

00:11:09: Dass auch ich dieses Jahr die Sommermonate in Schweden verbracht habe und dabei nahezu perfekten Wetter- und gemäßigten sommerlichen Temperaturen absolut tollen Natur- und Aktivurlaub hatte.

00:11:24: Also wie bereits erwähnt Der Tourismus ist facettenreich in seinen Strukturen Und da gibt es sicherlich sehr sehr unterschiedliche Betroffenheiten.

00:11:34: Es gibt ja jetzt auch noch mehr Extremwetter, wir haben jetzt immer über Hitze gesprochen.

00:11:38: Aber natürlich gibt es noch mehr Extreme-Wetterlagen ausbleibender Schnee, Stürme, Überflutungen oft sehr unvorhergesehene Entwicklungen und Ereignisse auf die es natürlich auch schwer ist zu reagieren.

00:11:53: Nun liegt ja Deutschland auch im gemäßigteren Klimazon.

00:11:56: man hört jetzt dass also viele auch den Süden in Europa zumindest im Sommer schon immer mal anfangen zu meiden.

00:12:03: profitiert denn der Deutschland-Tourismus von dieser Klimaentwicklung?

00:12:07: Oder ist es auch hier schon so, dass er von dieser Verschiebung Richtung Norden auch schon auf die Probe gestellt wird?

00:12:14: und an welcher Stelle könnte es vielleicht in nahe oder auch ferner Zukunft problematisch werden.

00:12:22: Ja also das wird immer davon gesprochen, dass Deutschland und auch der Norden Europas ein sogenannter Gewinner des Klimawandels sein kann wenn wir auf den Tourismus schauen.

00:12:34: Ich werde tatsächlich immer ein bisschen vorsichtig.

00:12:36: Ich glaube, dieser Sommer hat uns wieder ganz eindrücklich gezeigt was die Hitzewellen auch mit dem Reiseerlebnis machen.

00:12:47: Wir brauchen ja nur einmal wirklich jetzt in den vergangenen Wochen schauen wie Hitzebellen statt Besichtigung oder Wanderungen anstrengender gemacht haben Aktivitäten eingeschränkt haben Wie sich bei uns Waldbrände ausgebreitet haben, wie sie zum Teil zur Evakuierung Luftbelastung Reiseabsagen führen.

00:13:08: Auch dieses Jahr hatten wir wieder Eigenentwicklungen in den Badesäen zu wenig Wasser in den Flüssen für Flusskreuzfahrten oder Karnotourismus.

00:13:18: Das Landschaftsbild leidet der Erholungswert singt die gesamte Aufenthaltsqualität wird negativ beeinflusst.

00:13:27: also ich glaube da haben wir wirklich Ja, auch hier bereits bei uns die ganz negativen Auswirkungen.

00:13:36: Und alles was wir jetzt gerade gesprochen haben sind ja wirklich unmittelbare Auswirkung.

00:13:40: Also Dinge, die wir in den letzten Wochen beobachten konnten nicht in Südeuropa sondern hier vor unserer eigenen Haustür im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:13:49: Es ist kein Zukunftsthema es ist knallerte Realität und das ist ein absoluter Standortfaktor.

00:13:56: Wenn wir uns das vielleicht nochmal für Deutschland anschauen... Vielleicht auch für die zukünftige Entwicklung kann man auch hier sagen, dass natürlich die Sommermonate in den mittelmehrregionen zukünftig vermutlich noch stärker unerträglich sind und dadurch natürlich kühlere Reiseziele interessanter sind.

00:14:16: Und wir natürlich gar nicht uns mit der Frage auseinandersetzen müssen ob wir betroffen sind sondern wie gut wir uns vorbereitet haben.

00:14:26: Und das ist jetzt der entscheidende Punkt.

00:14:28: Es gibt nämlich verschiedene Arten oder zwei Arten, sich eigentlich auf den Klimawandel zu verhalten.

00:14:33: Das eine ist Klimaanpassung und das andere ist Klimaschutz.

00:14:37: Erklässt uns mal den Unterschied?

00:14:41: Ja wenn man es ganz einfach sagen will, Klimaschutz behandelt die Ursache und Klimawandelanpassung hilft uns mit dem Folgen umzugehen.

00:14:50: Oder wenn wir uns vielleicht ganz bildlich sagen wollen, Klima-Schutz dreht den Wasserhahn zu und Klimaanpassung wüscht den Boden trocken.

00:14:58: Gute Klimaanassung würde dann vielleicht nicht nur dem Boden trocknen, sondern gleichzeitig auch noch einen funktionierenden Abfluss für künftige Wassermassen legen.

00:15:07: aber es ist glaube ich wichtig zu sagen man braucht beides gleichzeitig und beides funktioniert auch nur zusammen und vielleicht könnte man das als Sinnbild so sagen dass wahrscheinlich beides die Seiten einer gleichen Metall hier sind.

00:15:21: Du hattest als du angefangen hast bei der TMN, ich glaube als erstes großes Projekt tatsächlich Klimaanpassung angepackt und für eure niedersächsischen Akteure, touristischen Akateure dein Wissen zusammengetragen das Ganze in Broschüren- und Leitfäden zur Verfügung gestellt.

00:15:38: Warum zuerst Klimaanassung?

00:15:43: Ja also der Tourismus, der lebt ja eigentlich im Prinzip von funktionierenden natürlichen und gesellschaftlichen System.

00:15:52: Wir können uns mit der Frage auseinandersetzen, was es eigentlich braucht damit wir Urlaub machen können und wieso wir uns für eine Reise entscheiden.

00:16:02: Das gehen natürlich über ganz pragmatische Fragen wie die Erreichbarkeit, die Sicherheitslage verlässliche Rahmenbedingungen vor Ort das Angebot, eine intakte Infrastruktur, eine Intakte Natur Gastfreutschaft usw.

00:16:16: Da fällt dann auch noch mal so aus der eigenen Erfahrung.

00:16:21: also wenn Wenn ich mal ganz ehrlich bin, wenn nicht mein Urlaub plane, dann steht für mich eigentlich auch im Vordergrund dass ich eine tolle Zeit haben will.

00:16:27: Dass sich was neu sehen möchte und Tapeten wechseln.

00:16:30: Ich will dann aktiv sein Menschen begegnen Neue Dinge ausprobieren Und das sind sicherlich die Grundbedürfnisse von ganz vielen Reisenden.

00:16:38: Und wenn jetzt Wälder vertrocknen und Flüsse niedrig Wasser führen und Innenstädte überhitzen oder ganze Infrastrukturen aufgrund von Extremwärtern ausfallen Dann betrifft es eben nicht nur die Attraktivität eines Reiseziels, sondern eben genau diese gerade genannten Grundbedürfnisse.

00:16:57: Und ein Tourismus kann eben nur dann funktionieren wo Natur-, Infrastruktur- und Lebensqualität funktionieren.

00:17:03: und genau deswegen ist der Klimawandel und die Klimawandeln Anpassung so relevant für den Tourismus.

00:17:09: und wie eben bereits gesagt sind diese Auswirkungen ja bereits heute Realität.

00:17:16: und genau deshalb haben wir uns bereits im Jahr, als erstes Bundesland entschieden das Thema Klimawandel-Anpackung im Tourismus aufzugreifen.

00:17:27: Und uns war wichtig dass wir nicht erst reagieren wenn die Probleme größer werden und das merken wir ja jetzt im Verlaufe der Jahre dass die Problemen und Herausforderungen immer größer werde sondern dass wir versuchen unsere Partner also unsere Reiseziele in Niedersachsen und unsere Betriebe frühzeitig dabei zu unterstützen sich auch auf diese Veränderungen einzustellen.

00:17:49: Also Klimaanpassung ist keine Bankrotterklärung an etwas, was man nicht mehr ändern kann.

00:17:54: Sondern ein Baustein für einen besseren Tourismus?

00:17:58: Ja also eine Bankroterklärung wäre es natürlich gar nichts zu tun.

00:18:02: Klimaanpassung bedeutet in erster Linie Verantwortung übernehmen und natürlich müssen wir auch gleichzeitig alles tun um die Emissionen zu senken.

00:18:12: aber selbst wenn wir heute den Schalter umlegen könnten Als Gesellschaft klimaneutral wären, würde sich das Klima weiter verändern und die Auswirkungen uns auch weiter beeinflussen.

00:18:23: Deswegen brauchen wir heute konkrete Lösungen.

00:18:27: Gleichzeitig merken wir auch, dass wenn sich die Akteure, die oft einen ganz direkten Bezug dann noch zur Klimaanpassung haben an diesen Lösungen arbeiten, oftmals auch mehr Bereitschaft zeigen, sich für den Klimaschutz einzusetzen.

00:18:41: Das ist so eine Erfahrung, die wir aus unseren Projekten mitgenommen haben.

00:18:45: Wie ist denn die Resonanz überhaupt der Akteure auf eure Initiativen und Eure Ideen?

00:18:51: Sind die Dankbauen packen mit an oder geht das im Arbeitsalltag dann auch manchmal unter.

00:18:58: Ja, also ich hatte es ja bereits erwähnt wir haben das Thema ja relativ früh gestartet sind seit dem Jahr zwei tausend neun in diesem Themenfeld unterwegs Und natürlich wurde das Thema Anfangs total unterschätzt.

00:19:10: Klimawandel wurde natürlich vor allem in erster Linie mit dem Thema Klimaschutz in Verbindung gebracht und weniger mit der Frage, wie auch das Klima die Destination vor Ort verändert.

00:19:23: Und deshalb war es uns auch ganz wichtig, das Thema gemeinsam mit der Branche anzugehen.

00:19:29: also wir sind ja eine Landesgesellschaft, wir setzen Impulse für die Tourismusbranche und wir haben im Prinzip eine wissenschaftliche Grundlage geschaffen.

00:19:37: aber vor allem sind wir auch durchs Land gefahren und haben den Leuten erstmal zugehört wie neben die Menschen die Veränderung war, wo drückt der Schuh?

00:19:48: Was brauchen die Regionen und die Betriebe ganz konkret.

00:19:51: Und gemeinsam sind daraus Ergebnisse entstanden mit den heute ganz vielen Menschen in den Destinationen und in den Betrieben arbeiten.

00:20:00: Da muss man wirklich auch sagen dass da auch ein großer Dank dem Landlider Sachsen gilt.

00:20:06: also wir Eine Landesgesellschaft und durch ein eigenes Förderprogramm konnten ganz viele Partner vor Ort wirklich innovative Projekte umsetzen im Bereich der Klimaanpassung.

00:20:18: Und so blieb das eben keine Strategie oder kein Konzept, sondern wird halt in Projekten vor Ort ganz praktisch erleben.

00:20:27: Einige Maßnahmen sind ja auch sehr naheliegend, also selbstverständlich.

00:20:30: Also bei Hitze Trinkwasser zur Verfügung stellen nicht in der prallen Sonne Aktivitäten anbieten und für Begrünung zu sorgen oder für Beschattung Das ist ja sehr naheliegend.

00:20:42: Aber was kann denn abgesehen von den naheliegenden Tipps?

00:20:46: Was kann in so eine Region, ne Stadt ein Hotel, einen Campingplatzanbieter, ein Restaurant, Freizeit-Anbietern... Was können die denn konkret tun?

00:20:55: Hast du gute Beispiele?

00:20:57: Ja klar!

00:20:58: Also ich habe eben schon genannt dass wir diese tolle Förderrichtlinien haben aus der Projekt der entstanden sind.

00:21:03: und da ist so ein total schönes Beispiel der Nordsee Reisepass.

00:21:08: Das kann man sich jetzt fragen, was hat eine Reisepasse mit Klimawandel Anpassung zu tun?

00:21:13: Das ist ein physischer Pass den Gäste in der Nordsee-Region kaufen und dann entlang ganz vieler Station an der Nordseeküste Stempel sammeln.

00:21:30: Diese Stempels sind an ganz unterschiedlichen Stellen Touristischen Highlights, aber auch an Orten wo schon aktiv Klimaschutz und Klimaanpassung betrieben wird.

00:21:40: Und durch die Erlöse aus dem Verkauf des Reisepasses fließen Gelder direkt in Klimaan passungsmaßnahmen in der Region.

00:21:49: Beispielsweise werden mit den Geldern schattige Aufenthaltsbereiche für Gäste geschaffen oder generell attraktive Plätze, an denen sich die Gäster dann aufhalten können.

00:21:58: Das verbindet dann natürlich ganz klar das Gästeerlebnis mit einem konkreten Mehrwert für die Region.

00:22:04: Ein anderes Beispiel, was gerade wieder ganz aktuell ist kommt aus dem Landkreis Stade also ganz im Morden Niedersachsens und dort wird Klimaanpassung ganz konsequenz beim Radverkehr und gerade beim touristischen Radverkehren mit gedacht.

00:22:19: Und dort wird an ganz vielen Stellen untersucht und geprüft wo sich der Radtourismus an die Folgen des Klimawandels anpassen muss.

00:22:33: Da geht es dann um solche Fragestellungen wie die Beschaffenheit der Strecken, Schattenplätze, Trinkwasserstellen etc.

00:22:40: und das Projekt wurde jetzt erst kürzlich bei einem Landeswettbewerb mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet und das zeigt dass wir glaube ich mit diesen Projekten auf den richtigen Weg sind und dass auch hier dann ganz aktiv an der Urlaubsqualität für die Gäste gearbeitet wird dass das eben Klimaanpassung kein abstraktes Konzept sein muss, sondern sie wird vor Ort sichtbar und sie verbessert wirklich ganz konkret die Qualität für Gäste.

00:23:09: Und einheimisch schon, dass es eigentlich auch genau der Weg, den wir gemeinsam weitergehen wollen.

00:23:14: Seine Gäst und auch nicht zu vergessen seine Mitarbeitenden zu schützen und als Betrieb auch wirtschaftlich zu bleiben.

00:23:20: Geht das immer Hand in Hand?

00:23:21: oder gibt's auch da Interessenskonflikte?

00:23:25: Ja natürlich!

00:23:26: Natürlich gibt es Interessenkonflikte.

00:23:29: Klimaanpassung kostet an vielen Stellen Geld.

00:23:32: Es bedeutet Investition in die Zukunft, gerade wenn wir uns Betriebe anschauen oder auch Tourismus-Destinationen, an denen gerade oftmals ja auch an verfügbaren Geld für Investitionen mangelt wird natürlich sich die Frage gestellt ist das jetzt eine lohnswerte Investition?

00:23:52: Oder investiere ich lieber ein neues Buchungssystem oder eine Marketingkooperation?

00:23:57: und da zeigt sich Ganz stark, dass das nichts tun langfristig teurer wird.

00:24:03: Weil es wirklich die Geschäftsmodelle im Tourismus angreift.

00:24:07: Deswegen sagen wir ganz klar, dass es viel mehr Sinn macht jetzt auch zu investieren und es ist sich dann auch auszuhalten.

00:24:18: Das zeigen bereits heute viele Beispiele.

00:24:21: Ja, das erfordert natürlich immer einen Blick auch ein bisschen in die Zukunft.

00:24:24: In Investitionen heißt ja, dass zahlt sich irgendwann mal aus.

00:24:29: Jetzt ist aber so'n Klimawandel auch eine laufende Entwicklung und das Best Practice Beispiel von heute muss es nicht von morgen sein.

00:24:36: Wie können denn Maßnahmen mit teils unvorhergesehenen Entwicklungen mithalten?

00:24:41: Und wie schafft man es diesen Prozess zu begleiten?

00:24:45: Ich glaube, das Wichtigste is', immer auf den perfekten Plan oder die nächste große Strategie warten sollten.

00:24:56: Klimawandelanpassung ist kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist, sondern es ist wirklich ein kontinuierlicher Prozess und der sollte Teil unseres täglichen Handels werden.

00:25:06: Und im Grunde geht's darum bei vielen Entscheidungen eine zusätzliche Perspektive einzunehmen – und das sind eben die.

00:25:13: der Klimaanpassung.

00:25:14: Also sich zu fragen, wie sorge ich dafür dass sich meine Gäste an heißen Tagen wohlfühlen?

00:25:19: Wie schütze ich meine Mitarbeitenden?

00:25:21: Wo kann ich Energie sparen?

00:25:22: Wo können ich Ressourcen effizienter einsetzen?

00:25:25: Wie kommuniziere ich das Ganze dann auch gegenüber meinen Gästen?

00:25:28: und Klimawandel bedeutet also nicht das oder Klimawandeln Anpassungen bedeutet eben nicht ist alles immer neu zu erfinden sondern es geht vielmehr darum bestehende Prozesse Schritt für Schritt zu beobachten weiterzuentwickeln und dann vielleicht auch an Veränderungen anzupassen.

00:25:44: Und da gehört es natürlich auch dazu regelmäßig zu überprüfen, was sich verändert.

00:25:48: also welche Entwicklungen sehen wir ja?

00:25:49: wie verändert sich das Reiseverhalten?

00:25:51: Wie reagiert die Gesellschaft auf gewisse Entwicklungen?

00:25:55: Welche Erfahrungen machen denn vielleicht aber auch andere Destinationen in Südeuropa, die vielleicht schon einige Jahre auch Vorsprung haben beispielsweise im Thema Hitzeschutz.

00:26:06: Und das heißt, da gibt es natürlich heute bereits viele Daten wissenschaftliche Erkenntnisse und auch gute Beispiele aus der Praxis die uns helfen können.

00:26:14: Ja jetzt hast du schon ein paar schöne Beispile erzählt wie die Reisebranche auf den Klimawandel reagiert um seinen Gästen in Zukunft einen schönen Urlaub zu ermöglichen.

00:26:26: Viele Maßnahmen tragen einfach zu einem besseren Tourismus bei und auch zur mehr Schönheit sag ich mal.

00:26:32: Ich denke ja jetzt an mehr Begrünung, an renaturierte Flüsse, an autofreie Ortszentren, Trinkbrunnen und all diese Dinge.

00:26:40: aber was können denn Reisende aktiv tun?

00:26:43: Ja das ist eine gute Frage.

00:26:46: also mein erster Tipp wäre ganz klar Niedersachsen besuchen weil wir hier natürlich wahnsinnig vielfältiges Bundesland sind und von der Nordseeküste über die Flüsse uns sehen bis hin zu den Mittelgebirgen, wirklich einfach eine große Vielfalt haben an Orten wo man sich abkühlen kann.

00:27:09: Gerade die dem Mittelgebürger und die Küstenregionen haben eben im Sommer oft angenehme klimatische Bedingungen als viele Regionen weiter südlich in Deutschland oder in Europa.

00:27:22: Und mein zweiter Tipp wäre dann vielleicht neugierig bleiben und neues ausprobieren.

00:27:28: Zum Beispiel mal ganz bewusst in der Nebensaison verreisen, ich war letztes Jahr das erste Mal außerhalb der Hauptsaison auf Langeoog.

00:27:36: Das ist ja auch eine ganz wunderschöne Nordsee-Insel bei uns und ich war da total begeistert.

00:27:40: Das Wetter aber noch ganz angenehm die Insel war deutlich ruhiger und man konnte auch die Natur ganz anders erleben.

00:27:47: und das hat mir denn auch nochmal gezeigt dass der Urlaub vielleicht nicht immer ein Hochsamer stattfinden muss.

00:27:54: Darüber hinaus können Reisende natürlich mit ganz vielen kleinen Entscheidungen viel bewirken.

00:28:00: Sie können regionale Betriebe unterstützen, sie können natürlich klimafreundlich anreisen, sie kann Wasser und Energie vor Ort ganz bewusst nutzen, sie könnten sich über Hitze-Schutz oder auch Naturschutz vor Ort informieren.

00:28:15: und oft sind es vielleicht gar nicht die großen Veränderung sondern viele kleine Entscheidungen, die dann nachhaltiges Reisen ausmachen.

00:28:23: Und was mir vielleicht auch noch wichtig ist, dass man sagt, vielleicht sollten wir uns aber auch nicht zu sehr verrückt machen?

00:28:31: Ich bin nämlich sehr davon überzeugt, dass es auch in Zukunft ganz großartige Urlaubsziele und vielfältige Reiseangebote geben wird und Klimawandelanpassung dabei zunehmend als Teil des Services verstanden wird was Reiseregionen und Betriebe ihren Gästen anbieten.

00:28:53: Und Betrieben werden sich in Zukunft viel stärker darauf einstellen, wie sie ihren Gänsten auch an heißen Tagen einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen zum Beispiel.

00:29:03: Gleichzeitig können natürlich aber auch die Gäste selber ihren Beitrag leisten.

00:29:07: Wir haben es ihm gesagt Es lohnt sich natürlich bei großer Hitze z.B.

00:29:10: Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen mal Statt der deutschen Hausmannskost, vielleicht auch die leichte Sommerküche auszuprobieren.

00:29:19: Beim nächsten Städtetrip vielleicht auch mal kühle Hochzugsorte wie Museen-, Kirchen- oder historische Gebäude aufzusuchen und ich glaube das ist halt wie so vielen kleinen Schritte sind, wie sich ja der Urlaub dann oft noch angenehmer gestalten lässt.

00:29:36: und was mir da noch total wichtig ist als Tipp für die Gäste mit den Gastgebenden zu sprechen Ja, ein Feedback zu geben.

00:29:46: Also was hat gut gefallen?

00:29:48: Was hat vielleicht aber auch gefehlt, wo muss noch mehr getan werden?

00:29:51: und das natürlich am besten in einem persönlichen Gespräch vor Ort.

00:29:56: Im gesellschaftlichem Bewusstsein schwankt die Popularität des Themas Klimawandel je nach Aktualität.

00:30:02: In den letzten Wochen hat das Klima natürlich einen großen Raum eingenommen, aber ich vermute dass er auch sehr schnell wieder von anderen Themen überlagert wird.

00:30:11: für jemanden, der jetzt jeden Tag damit auch zu tun hat beruflich etwas davon besser zu machen.

00:30:18: Wie viel Raum bleibt dazwischen Verzweiflung und rationalem Lenken?

00:30:22: Wo vor Ort bist du dich da?

00:30:24: Also ich bin nach wie vor ein Optimist.

00:30:26: ja.

00:30:27: also ich glaube sonst sollte man den Job auch nicht machen und ich glaube das ist auch total... hilfreich ist, wenn man lernt auch mit seiner eigenen Widersprüchlichkeit zu leben.

00:30:38: Auch ich bin sicherlich nicht perfekt in allem was ich tue.

00:30:41: Ich gebe mir natürlich Mühe aber ich glaube es ist trotzdem letztendlich auch wichtig bei den Sachen authentisch zu bleiben und sich selbst treu zu bleiben.

00:30:50: Und das merken wir auch an unserer Arbeit dass dann von anderen Leuten honoriert wird.

00:30:58: Du hast es eben angesprochen ein wirklich wichtiger Punkt ist, dass wir uns auch überlegen müssen wie wir eigentlich über das Thema sprechen.

00:31:09: Das ist was, was wir an unserer Arbeit natürlich ganz stark merken, wenn wir bestimmte Begriffe oder Schlagworte nutzen, dass Menschen damit schnell abschrecken obwohl wir die gleichen Ziele teilen.

00:31:23: und deswegen ist es uns auch ganz wichtig, dass Begriffe zu diskutieren oder das an politischen oder weltanschaulichen Ideologien festzumachen, sondern dass wir mehr darüber sprechen was wir eigentlich gemeinsam erreichen wollen.

00:31:43: Denn am Ende wünschen wir uns doch alle lebenswerte Orte gesunde Wälder saubere Gewässer attraktive Reiseziele und... Das ist kein politisches, sondern ein gesellschaftliches Thema und vielleicht müssen wir es noch besser auch hinbekommen, dass Menschen ihre individuellen Vorteile aus diesen Prozessen erkennen.

00:32:02: Und ich bin auch der Festüberzeugung, dass ja nicht jeder die Welt retten muss aber jeder möchte doch bestimmt in einem Umfeld leben indem er sich wohlfühlt und deswegen ist es halt meine Erfahrung.

00:32:15: das macht es mir dann auch in der Arbeit leichter mit konkreten Lösungen zu arbeiten und Leute einzuladen mitzugestalten und da entsteht dann tatsächlich Offenheit und Dialog an Sachen gemeinschaftlich anzugehen.

00:32:31: Ja, die sind Optimismus und den Appell an Gemeinschaftlichkeit.

00:32:35: Der ist ja schon fast ein schönes Schlusswort!

00:32:39: Wir kommen auch schon tatsächlich an Ende unseres Gesprächs aber zuerst möchte ich dich bitten für den nächsten Gast deine Frage zu stellen.

00:32:46: was soll ich dem nächsten Gast fragen?

00:32:51: Ich bin persönlich davon überzeugt das berufliche Auszeiten für die persönliche Entwicklung total wichtig sind und absolut den Horizont erweitern können.

00:33:01: Und deswegen würde mich interessieren, was der nächste Gast tun würde wenn er ab morgen drei Monate Zeit hätte ohne berufliche Verpflichtungen und finanzielle Belastung.

00:33:13: Sehr spannend!

00:33:14: Ich bin gespannt wie viele Antworten würden ein Buch schreiben.

00:33:19: Ja, Robert.

00:33:20: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Gespräch genommen hast!

00:33:23: Ich wünsche dir weiterhin sehr viel Erfolg und gute Ideen – vor allem ganz viele engagierte Mitstreiterinnen.

00:33:31: Danke, dass Du mir Gast warst.

00:33:34: Was ich aus dem Gespräch mitnehme, den Optimismus bewahren und die Erkenntnis.

00:33:40: wir müssen nicht alle allein die Welt retten aber jeder kann mit kleinen Entscheidungen und ein bisschen Achtsamkeit dazu beitragen.

00:33:47: wenn ihr noch gute Reisetipps sucht.

00:33:50: Wie man klimafreundlich Europa mit Bahn, Bus und Fähre entdecken kann, schaut doch mal vorbei auf www.wirsindanderswo.de.

00:33:58: Dort gibt es auch die Möglichkeit das Magazin zu bestellen!

00:34:01: Die nächste Ausgabe erscheint in November – das ist die Ausgaben im Jahr twenty-sevenundzwanzig mit vielen tollen Themen wie Gesundheitsurlaub & Gravelbikes sowie Unterkunftstipps und passende Reiseveranstalter.

00:34:13: Bleibt reisefreudig!

00:34:15: Ich freue mich, wenn euch die Folge gefallen hat und wenn ihr wieder rein hört.

00:34:18: Eure Christina Kühne.

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